Sabotage gegen Maxima? Die Leitungen im Internet zu Hollands Traumpaar liefen heiß - Grauer Bildschirm statt Life-Chat Von Claudia Diers-Lienke Den Haag.- Ach, was wäre es doch schön gewesen und so modern: Da hatten sich der niederländische Kronprinz Willem-Alexander und seine Braut Maxima Zorreguieta darauf vorbereitet, an einem kalten Februarabend „live" mit hundert ausgewählten Niederländern via Internet zu chatten. und der Rest des Volkes sollte mitlesen dürfen. Aber es wurde nichts: Nach wenigen Minuten bereits wurde der Chat abgebrochen wegen „technischer Störung". Internet-Besucher sahen nur noch einen grauen Schirm anstatt eines lächelnden Traumpaares, das eifrig Fragen beantwortet. Die niederländische KPN Telekom registrierte drei Milliarden „hits" auf der Seite anstatt der erwarteten „einigen Zehntausend". Folglich brach das System zusammen. Und jetzt sind alle sauer: Die KPN vermutet , „dass Sabotage im Spiel ist", dass also irgendjemand mit Absicht die Chatsession festlaufen ließ. Drei Milliarden Besucher auf der chat-Site, das ist laut KPN so was wie "höhere Gewalt" und nun wolle man „mit Nachdruck" untersuchen, wer diese vielen Besuche verursacht hat. Das Königshaus von Oranje reagiert unverhohlen enttäuscht: KPN habe garantiert, dass die website laufe, egal, wie viele Besucher es gebe, so der königliche Pressedienst. Für den von Krisen und Massenentlassungen geschüttelten niederländischen Telekommunikationsbetrieb bringt der Flop weiteren großen Imageschaden. Das Brautpaar selbst habe sich sehr auf die „Session" gefreut, hieß es aus dem Palast in Den Haag. Eine Wiederholung des Chats komme allerdings wegen des Zeitdrucks vor der Hochzeit am 2.2.2002 nicht in Frage. ---------------------- maxima-chat www.newsmill.net 23.01.2002