Mandela kommt zu Maxima Hochkarätige Gästeliste bei der Traumhochzeit in Amsterdam - Viele Royals angekündigt - Gegner werden umarmt - Aber Hollands Chef-Provokateur bleibt zuhause Von Claudia Diers-Lienke Den Haag.- Die königliche Hochzeit von Amsterdam bekommt viel Glanz: Nicht nur Royals aus aller Welt haben ihr Kommen zugesagt, sondern auch politische Heilige. Nelson Mandela (83), der Freiheitsheld und ehemalige Südafrikanischer Präsident, will mitsamt seiner Frau Gracia Machel am Samstag dabei sein, wenn sich Maxima und ihr „Alex" das Ja- Wort in Amsterdam geben. Kluger Schachzug, ihn einzuladen, sagen sogar jene Maxima-Kritiker, die ihr wegen der politischen Vergangenheit ihres Vaters in Argentinien nicht grün sind. Doch vieles bei dieser Hochzeit erinnert an ein strategisches Spiel. So hat Maxima Königin Beatrix als ihre Trauzeugin benannt, um sich, wie es heißt, „für all die Unterstützung seit Beginn der Freundschaft mit Alexander" zu bedanken. Holland ist gerührt über so viel Feinfühligkeit. Und wer wird ganz nah dran sein, am Samstag? Fest steht: Viele Kronprinzen und Kronprinzessinnen kommen nach Holland. Die Könige und Königinnen bleiben meist zuhause. Eine Ausnahme bilden das spanische Königspaar Juan Carlos und Sofia, wegen der besonders engen Beziehungen die sie mit dem Niederländischen Königshaus haben. Sie werden kommen. Zugesagt haben schon vor Monaten Prinz Charles, der belgische Prinz Philippe und Prinzessin Mathilde, der Japanische Prinz Naruhito Motashi, der Spanische Prinz Felipe und der Jordanische Prinz Hussein. Die Schweden werden auch mit von der Partie sein. Neben Glanz und Krone spielt auch die Einbindung politischer Gegner bei der Gästeliste eine Rolle. Deshalb steht auch Saskia Noorman den Uyl auf der Liste, eine sozialdemokratische Abgeordnete, die vor einigen Monaten als erste die Frage aufwarf, ob der Vater von Maxima bei der Hochzeit anwesend sein dürfe oder nicht. Und Andree van Es, frühere Grüne Abgeordnete und ultralinke Antimonarchin, wurde vom Königshaus kurzerhand als „Beraterin" für Landeskunde engagiert und erzählte Maxima alles über die Niederlande. Auch sie wird am Samstag in der Nieuwe Kerk sitzen. Einer aber wird bestimmt nicht kommen und ist auch nicht eingeladen: Kees Hoekert. Der wurde 1966 berühmt, weil er bei der Hochzeit von Beatrix mit Claus ein lebendes Suppenhuhn gegen die Goldene Kutsche pfefferte. Das war sein Protest gegen die „Lächerlichkeit der Monarchie". Danach floh er mit einem tollkühnen Sprung in eine Gracht und das Huhn landete tags darauf als Provo-Heldin im Zoo. Inzwischen ist der frühere Ober- Revoluzzer von Amsterdam auch schon 72 und bleibt „lecker zuhause". Angeblich sei das Königshaus jetzt keinen Aufstand mehr wert. --------------------------- Maxima-Mandela.doc 30.01.2002 www.newsmill.net Claudia Diers-Lienke, Tel.: 00 31 - 10 - 475 37 51, claudia@lienke.net