copyright: NewsMill 2001-08-17 Liebesgrüße auf dem Gips Alles klar für Willem und Maxima - Hollands Parlament stimmt Heirat zu - Katholikin wird wohl protestantisch - Jungfräuliches Weiß ist dahin Von Claudia Diers-Lienke Den Haag .- Eigentlich war es nur noch eine Formsache, aber auch so etwas kann in den Niederlanden zum Vabanquespiel werden : Die erste und die zweite Kammer des niederländischen Parlaments gaben jetzt offiziell die Zustimmung zur Heirat von Kronprinz Willem-Alexander mit Maxima Zorreguieta am 2. Februar 2002. Ganz so glatt wie geplant ging es nicht durch. Hinter den Kulissen gibt es zwar kaum noch Gerede über die Tatsache, dass Maximas Vater als Minister in Argentinien während der Junta agierte. Denn Papa Zorreguieta kommt nicht zur Hochzeit und damit ist der Fall erst einmal erledigt. Nein, Ärger gab es nun noch über die Gretchen-Frage: Maxima, wie hältst du es mit der Religion? Die bildhübsche Südamerikanerin (30) ist katholisch. Nicht unbedingt vom Lebensstil her, aber so steht es in ihrem Taufschein. Und das Haus von Oranje ist protestantisches Urgestein. Deswegen hatte man sich doch im Laufe der Geschichte auch so mit den Spaniern geprügelt. Weil der Mantel der Geschichte doch noch wehte, ließ die verliebte Maxima anklingen, dass sie konvertieren werde zum Protestantismus. Einmal wieder siegt die Liebe, jubelt die Presse. Und eventueller Nachwuchs mit Willem (34) solle natürlich protestantisch getauft und erzogen werden. Das machte den Weg frei und überzeugte auch letzte Skeptiker im Parlament. Weil das gefeiert werden musste, bekamen die Parlamentarier Gelegenheit, Willem und Maxima persönlich zu gratulieren. Den Stehempfang absolvierte Maxima gewohnt charmant, diesmal im apricotfarbenen Hosenanzug. Ihr weißer Gips, den sie seit einem Beinbruch vor kurzem in Schweden trägt, gab Anlass für ungezwungene Schwätzchen. Mohammed Rabbae, Charmeur der links-grünen Partei, fragte, ob er denn unterschreiben dürfe auf dem Gips. Maxima gab ihm Zustimmung, obwohl Willem noch vor eineinhalb Wochen erklärt hatte, dass der Gips "jungfräulich weiß" bleiben solle. Nur Prinz Bernhard, der 90jährige, hatte das schon missachten dürfen. In Richtung Rabbae sagte ergo der eifersüchtige Prinz: "Sie sind aber der letzte, der das darf." Und Maxima? Lachte und dachte sich ihren Teil. Maxima-Gips-Parlament-4.7.01, copyright:NewsMill